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Warum Fasten nicht aus der Mode kommt

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Warum Fasten nicht aus der Mode kommt

Fasten? Ist doch ein alter Hut, oder? Stimmt schon, denn bereits im alten Ägypten wurden regelmäßig Fastenperioden eingehalten. Dennoch ist Fasten ein Trendthema, wenn auch mit Tradition. Der temporäre Verzicht auf Fleisch, Fisch oder Alkohol zwischen dem Aschermittwoch und Ostern ist heutzutage allerdings weniger religiös motiviert, sondern soll lange jung und gesund halten.

Ein Trend mit Tradition

„Buchinger-Heilfasten fußt auf der Verbindung von spiritueller und körperlicher Veränderung.“
Dr. med. Verena Buchinger-Kähler

Otto Buchinger gilt als Begründer des Heilfastens und stellte als erster den therapeutischen Nutzen in den Vordergrund. Bis heute wird die ganzheitliche Buchinger-Methode in der Heilfastenklinik in Bad Pyrmont praktiziert. Dabei sollen Gesundheit und Wohlbefinden gesteigert sowie Körper und Geist in Einklang gebracht werden. Heilfasten ist jedoch keine Abnehmkur und eine Gewichtsreduktion nicht das erste Ziel des Heilfastens, erklärt Dr. Verena Buchinger-Kähler, Fachärztin für plastisch-ästhetische Medizin und ärztliche Leitung der 4. Generation in der Buchinger-Klinik in Bad Pyrmont.

Der Unterschied zwischen Fasten und einer Diät

Eine Diät ist eine andauernde Ernährungsumstellung, die meist eine Gewichtsreduktion zum Ziel hat. Verringert man über einen längeren Zeitraum die Kalorienzufuhr, baut der Körper zwar Fett, aber auch Muskelmasse ab. Der Organismus gewöhnt sich an die veränderten Umstände und der Grundumsatz sinkt. Beendet man eine Diät und isst danach wie zuvor, macht sich meist ein Jojo-Effekt bemerkbar.

Beim Fasten übt der Körper lediglich für einen kurzen Zeitraum Verzicht. Statt wichtige Muskelmasse abzubauen, reinigen sich die Zellen von beschädigten Proteinen und ersetzen diese. Dieser Erneuerungsprozess wird Autophagie genannt und kann verstärkt beim Fasten beobachtet werden. Der Grundumsatz des Körpers verringert sich dabei nur minimal und es stellen sich viele positive Veränderungen ein: Der Blutzuckerspiegel sinkt, der Darm regeneriert, das Immunsystem wird gestärkt. Außerdem reduziert sich die Größe der Verdauungsorgane, sodass ein bewussterer Umgang mit Nahrung und den Sättigungssignalen des Körpers möglich wird. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass der gezielte Verzicht auf Nahrung sogar länger jung und gesund hält.

Worauf muss man beim Fasten achten?

Unerfahrene sollten keinesfalls auf eigene Faust fasten. Vor einer Fastenperiode sollte man sich unbedingt ärztlichen Rat holen und mögliche Kontraindikationen abklären. Auf den Verzicht verzichten muss man beispielsweise bei Untergewicht oder nicht medikamentös eingestellten Schilddrüsenerkrankungen.

Impulse für eine Veränderung

Ob aus spirituellen Gründen oder als Anstoß für eine gesündere Lebensweise, eine Fastenperiode ist eine gute Möglichkeit, sich neu auszurichten. Alte Gewohnheiten können überdacht werden und der Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt fällt nach einer Fastenkur meist leichter.